Jetzt geht irgendwie alles ganz schnell. Wir erreichen den Abisko Nationalpark und auf breiter und bequemer werdenden Wegen geht es durch eine recht liebliche, aber voll schöne, Landschaft weiter. Wir frühstücken an einem See und springen auch gleich nochmal alle hinein.
Die Kilometer purzeln nur so und auf einmal passiert es:
Kurz vorher fängt dann meine Knochenhautreizung an, aufs Übelste durchzuschlagen und ich leide vor mich hin, kaum zum Auftreten in der Lage. Ein Glück, dass es nur 10 km vorm Ziel ist! Bisher waren es ja nur Rücken und Füße ;)
Ich überzeuge die drei, genau *hier* eine Rast zu machen ... habe nämlich einen lauten Fluss ausgemacht. Wir gehen kurz vom Weg ab und finden eine spektakuläre Szenerie, einen reißenden Strom mit einer in der Sonne aufgeheizten Felsplatte dran. Das schreit alles förmlich nach Abschlussrast! Wir genießen mal locker eine anderthalbe Stunde hier in der Sonne, ganz ohne Mücken, an diesem wunderbaren Platz.
Und dann wird es leider doch irgendwann Zeit, weiterzugehen. Uns kommen jetzt auch Tagesausflügler mit leichtem Schuhwerk entgegen, die sich den Park anschauen. Da sind wir voll die martialischen Rambos dagegen ;) Dank Marions Pferdeschmerztablette (oder?) habe ich auch keine Probleme mehr und fühle mich ganz wunderbar ...
Und dann ist es soweit: Nach 107.200 Metern und 24:15 Stunden reiner Gehzeit sind wir da! Es ist jetzt Mittag. Tosender Applaus empfängt uns, was echt mit zum Großartigsten gehört - alle, die schon da sind und in der Sonne entspannen, jubeln uns zu. Bei den nächsten machen wir das dann auch ;)
In der Abisko Touriststation sind wir nun also wieder fast im richtigen Leben angekommen. Fast, denn Henry und ich entscheiden uns, diese Nacht noch hier und im Zelt zu bleiben. Marion und Thomas fahren leider schon mit dem Zug wieder nach Kiruna. Was soll man nur in dieser Stadt, wo nichts los ist? Es bleiben total viele Leute hier ... nun denn, wir sind ja auch zu zweit partyerprobt!
Zuerst finden wir auf Ach und Krach noch einen Platz, wo beide Zelte nebeneinander stehen können und dann gibt's Nickerchen, Reise-Gepäck abholen, Schlafen, Sauna, Rentierkebab essen. Mei ist das lecker!
Und dann steigt endlich die Abschlussfete. Draußen gehen Regengüsse nieder und hunderte sind in einem großen Zelt, wo's Bier für 6 Euro und viel gute Stimmung gibt. Zuerst wird verlost (gewonnen!) und dann kommen die Balboas und die rocken das Haus. Bald wird getanzt, was die Beine noch hergeben. Sensationell und ein Ende, wie es besser nicht sein könnte!
Nach Mitternacht geht's ins Bett - es wird ja doch dunkel hier oben, wieder was gelernt.










Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen